Montag, Oktober 24, 2005

de.indymedia.org | Kundgebung „Burschis anfechten“ in Tübingen

Am letzten Mittwoch fand vor dem Haus der Tübinger Burschenschaft „Germania Strassburg“ eine Kundgebung statt, die sich gegen die dortige Informationsveranstaltung zum Thema "Deutsche Identität und deutsche Interessen" richtete. Referent war der ehemalige Professor und CDU-Mitglied Klaus Hornung und als Mitveranstalter trat der Arbeitskreis „Christ und Politik“ des Tübinger CDU-Kreisverbandes auf. Klaus Hornung ist u.a. Präsidiumsmitglied und ehemaliger Leiter des Studienzentrums Weikersheim, einer rechtkonservativen Kaderschmiede, die unter Führung von Hans Filbinger, NS-Marinerichter a.D., gegründet wurde. Weikersheim dient als Schnittstelle zwischen rechtskonservativen und rechtsextremen Kräften und nimmt somit eine wichtige, nicht zu unterschätzende Rolle im rechten Spektrum Baden-Württembergs ein. Klaus Hornung ist weiterhin ein regelmäßiger Autor der rechten Wochenpostille „Junge Freiheit“ und wirkt dort wie in seinen übrigen Funktionen als Bindemitglied und Bündnisschmied zwischen Konservativen und Rechtsextremen. Bereits im vergangenen Jahr trat Hornung als Referent bei der rechten Tübinger Burschenschaft Arminia als Referent auf. In seinem damaligen Vortrag bezeichnete er die antisemitische Rede des damaligen CDU-Abgeordneten Hohmann als „ungeschickte Wegstrecke“. Die Burschenschaft „Germania Straßburg“ selbst ist Mitglied in der am weitesten rechts zu verortenden verbindungsstudentischen Dachorganisation „Deutsche Burschenschaft“, der völkisch-rechte bis rechtsradikale Burschenschaften angehören. Früher war auf der Homepage der „Germania Strassburg“ auch ein Link zur rechtsextremen Deutschlandbewegung von Merchtersheimer zu finden.

de.indymedia.org | Naziaufmarsch in Den Haag (NL)

Am gestrigen 22.10 marschierten etwa 60 Nazis durch den niederländischen Regierungssitz den Haag. Die, von der NVU (Nederlandse Volks-Unie) organisierte Demonstration richtete sich gegen die „Einschränkung der Meinungsfreiheit in den Niederlanden und dem Rest von Europa“. Unter den Demonstranten waren nicht nur niederländische Faschos zu sehen, sondern auch einige deutsche, welche auch gleich einen Lautsprecherwagen mitbrachten. Die Demoroute war insgesamt nicht lang und die Faschos waren auf der Strecke bis auf die beiden Zwischenkundgebungen, die jeweils Nähe Central Station und Außenministerium stattfanden, mit sich alleine. Über die Ereignisse am Außenministerium kann ich hier keine weiteren angaben machen, also zu den Ereignissen an der Central Station: Die Nazis kamen auf einem Fußweg vom Außenministerium zur CS, dort stellten sie sich dann auf einem Grünstreifen (der Anfang von einem kleinen Park, der zum Malifeld (großer Veranstaltungsort) führt) auf. Alles war dabei, niederländische Nationalfahnen, Keiserreichsfahnen, Triskele und Transparente (u.a. „Blood & Honor: vrij, sociaal, en national“, „Freiheit für die Meinugsäußerung – auch für Volks Nationalisten“) und natürlich ein widerlicher Haufen „nationaler Kräfte“. Das Erscheinungsbild der Demo war hauptsächlich durch die Mischung aus Nazi-Skins und Nationalfahnen/Transparenten geprägt. Darüber hinaus waren ein Hand voll „Autonomer-Nationalisten“, und ein paar ältere Herren auszumachen. Frauen und „Normalos“ waren in der Minderheit.

limmattalonline.ch: Schlägerei zwischen Skinheads und Ausländern

Nach einer massiven Schlägerei in Aarau hat die Polizei zwei 18-jährige Skinheads festgenommen. Einige Schweizer und Ausländer, die an der Rauferei beteiligt waren, wurden verletzt. Die Schlägerei ereignete sich am Samstag nach ein Uhr beim Bahnhof der Wynental- und Suhrentalbahn (WSB) in Aarau. Beim Eintreffen der Polizei ergriffen einige der Beteiligten die Flucht. Die Polizei konnte aber die beiden Skinheads festnehmen. Sie seien inhaftiert worden, teilte die Kantonspolizei Aargau mit. Bei den beiden jungen Männern handle es sich um zwei Schweizer aus den Kantonen Aargau und Solothurn, die der rechtsextremen Szene zuzuorden seien. Laut Polizei dürften sie gemäss ersten Ermittlungsergebnissen für die Schlägerei verantwortlich gewesen sein. Allenfalls seien noch weitere Skinheads beteiligt gewesen.

www.rasender-reporter.com - Konzert der rechtsextremen Szene in Eggesin aufgelöst

Eine illegale Konzertveranstaltung der rechtsextremen Szene in Eggesin im Uecker- Randow- Kreis ist am Samstagabend von Einsatzkräften der Polizei beendet und aufgelöst worden. Die ursprünglich aus Kreisen einer freien Kameradschaft in Ueckermünde als Geburtstagsfeier angemeldete Veranstaltung war von den Behörden mit einem Verbot belegt worden, teilte ein Sprecher der Anklamer Polizeidirektion am Sonntag auf Nachfrage mit. Die Verbotsgründe lagen in zu erwartenden Straften, hieß es.

TAGBLATT.ch: Neonazi kopierte Polizei-Dokumente

Der Diebstahl von Polizei-Dokumenten im Wallis ist offenbar geklärt. Ein 17-jähriger Techniker, der bei der Kantonspolizei Wallis ein Praktikum absolvierte, wurde festgenommen. Die Polizei-Dokumente enthielten vertrauliche Informationen zum Neonazi-Konzert von Mitte September in Gamsen bei Brig. Sie tauchten vergangene Woche bei der Westschweizer Zeitung «Le Matin» auf. «Le Matin» hatte sie per Mail von der rechtsextremen Gruppe «Combat 18» zugeschickt bekommen. Der 17-Jährige habe ausgesagt, mit der Neonazi-Szene zu sympathisieren, teilte die Walliser Kantonspolizei gestern mit. (...) In Gamsen hatten rund 400 Personen aus der Rechtsextremen-Szene zu einem Gedenkkonzert für den Gründer der Bewegung «Blood & Honour» zusammengefunden. Die Polizei hat Personenkontrollen durchgeführt, aber den illegalen Anlass nicht verhindert. siehe auch: Rechtsextremer Spitzel in Walliser Polizei. Böse Entdeckung bei der Walliser Kantonspolizei: Ein 17-jähriger rechtsextremer Schweizer, der ein Praktikum als Techniker absolvierte, hat vertrauliche Polizeidokumente kopiert und verbreitet. Doch wichtige Fragen bleiben offen, Praktikant stahl Polizeidokumente. Leck bei der Walliser Kantonspolizei: Ein 17-jähriger rechtsextremer Praktikant hat vertrauliche Polizeidokumente kopiert und verbreitet

Rundfunk Berlin-Brandenburg | Nachrichten - Zeitung: Rechtsextreme im Havelland unterlaufen Vereinsverbot

Die rechtsextreme Szene in Rathenow und Premnitz (Havelland) versucht offenbar, das Vereinsverbot gegen die Neonazi-Kameradschaften "Hauptvolk" und "Sturm 27" zu unterlaufen. Wie die "Märkische Oderzeitung" am Montag berichtet, sind Mitglieder der verbotenen Vereine unter dem Namen "Verbotene Freundschaft" wieder in Erscheinung getreten. siehe auch: Alte Freunde, neues T-Shirt. Im Havelland versuchen Rechtsradikale, ein Vereinsverbot zu unterlaufen

Linke und rechte Gruppen sorgten für Verkehrschaos

Zwei Demonstrationen haben am Sonnabend für ein Verkehrschaos in Harburgs City gesorgt. Zunächst hatten gegen 14 Uhr linke Gruppen unter dem Motto "Stadt, Land, Fluß - keinen Raum für Nazis" am Harburger Ring demonstriert. Rund 400 Teilnehmer waren dabei. Zwischenfälle gab es nicht. Um 16 Uhr versammelten sich 132 Rechtsradikale zu einer Gegendemonstration an der Hannoverschen Straße. Unter ihnen war Alexander H., der in diesem Jahr in Harburg bereits mehrmals als Anmelder und Organisator von Neonaziaufmärschen fungiert hatte. Zu dem Zeitpunkt versuchten bis zu 300 Personen, die Masse von der vorher beendeten Demonstration linker Gruppen, den Aufmarsch der Rechtsradikalen zu stören. 436 eingesetzte Polizisten, teilweise mit schwerem Gerät wie Wasserwerfern und Panzerwagen, verhinderten eine direkte Konfrontation. "Wir haben 55 Aufenthaltsverbote und acht Platzverweise ausgesprochen", sagt Hauptkommissar Andreas Schöpflin. Ein linker Demonstrant wurde in Gewahrsam genommen. Nach der Zwischenkundgebung am ZOB an der Winsener Straße änderte die Polizei für den Aufmarsch der Rechtsradikalen die Marschroute. Um 18.45 Uhr endete der Spuk. Zuvor hatte es rund um den Bahnhof Harburg noch einmal Rangeleien zwischen linken Demonstranten und Einsatzkräften gegeben. siehe auch: Martialische Parolen. 130 Neonazis marschieren in Harburg gegen die Kampagne "Stadt. Land. Fluss. Kein Raum den Nazis". Polizei geht lieber gegen friedliche Antifa-Demonstranten vor, HH: Impressionen aus Harburg. Einige Bilder aus Harburg. Die Demo war Abschluss der sehr erfolgreichen Kampagne "Stadt.Land.Fluss. Kein Raum den Nazis", Harburg: 450 AntifaschistInnen gegen Nazis. Rund 450 Antifaschistnnen haben sich heute an der antifaschistischen Demonstration „Stadt.Land.Fluss – Kein Raum den Nazis!“ beteiligt. Die Demonstration, deren Auftaktkundgebung um 14 Uhr auf dem Herbert-Wehner-Platz begann, war Abschluss und Höhepunkt der gleichnamigen Kampagne, die am 20.September ihren Anfang nahm.

N24.de - NPD-Lob für Sachsens CDU

Mit einem Thesenpapier für mehr Patriotismus erhalten Sachsens Christdemokraten unverhofft Unterstützung der NPD. Mit dem zehnseitigen Papier versuchen die Verfasser, den Begriff Patriotismus vom Tabu zu befreien und dessen Notwendigkeit nachzuweisen. Unter anderem solle die Nationalhymne an Grundschulen gelernt und deren öffentliches Singen "eine Selbstverständlichkeit" werden. Die NPD im sächsischen Landtag bezeichnete dies als Einschwenken der CDU auf Ziele der NPD und legte mit einem eigenen Antrag nach. In dem CDU-Papier, das Anfang November vom Landesparteitag beschlossen werden soll, bekennen sich die Christdemokraten zur europäischen Integration und benennen die Wurzel europäischer Identität: Christentum und Aufklärung. Auch die Grenzen sind definiert: "Die islamische Türkei gehört nicht dazu." Die Verfasser stehen zwar zur historischen Einmaligkeit der Nazi-Verbrechen. Aber auch "eingedenk eigener Schuld... trauern wir um die Opfer der Vertreibung von zwölf Millionen Deutschen aus ihrer Heimat im Osten und um die Opfer des Bombenkrieges gegen unsere Städte", schreiben die Autoren. Antrag eingebracht Spätestens hier dürfte das Interesse der NPD geweckt worden sein. Die Rechtsextremisten, im sächsischen Landtag mit einer zwölfköpfigen Fraktion vertreten, reagierten prompt: NPD-Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx übermittelte am Donnerstagvormittag seine Freude darüber, "dass die CDU-Fraktion mit ihrer Forderung nach der Vermittlung von Kenntnissen über die Nationalhymne erneut eine NPD-Idee aufgreift". Doch das schien den Parteistrategen schon am Nachmittag nicht mehr stark genug: Die Fraktion schob einen Parlamentsantrag nach, mit dem sie festschreiben lassen will, "dass die deutsche Nationalhymne an den sächsischen Schulen regelmäßig gesungen wird und Kenntnisse über ihre kulturellen Wurzeln gelehrt" werden.

derStandard.at: Rechnitz: Neue Hinweise auf lang gesuchtes Massengrab

Nazis ermordeten bei "Kameradschaftsabend" 180 Juden Die Suche nach dem Massengrab mit jüdischen Opfern des Nazi-Massakers beim Kreuzstadl in Rechnitz im Südburgenland kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs könnte jetzt zu einem Ergebnis geführt haben: Bei Erdbohrungen in den vergangenen Tagen sind Hinweise auf menschliche Überreste aufgetaucht. Leichenspürhunde hätten bei zwei Proben ein auffälliges Verhalten gezeigt, berichtete Ludwig Zwickl vom Innenministerium am Freitag. (...) Am 24. März 1945 kam ein Transport mit jüdischen Zwangsarbeitern aus Ungarn - verschiedene Quellen nennen 600 bis 1000 Personen - am Bahnhof Rechnitz an. Sie wurden von den Nationalsozialisten zur Errichtung des "Südostwalls" gezwungen. Etwa 180 der Gefangenen waren jedoch so krank oder entkräftet, dass sie in Rechnitz zurückgelassen wurden. Auf Schloss Rechnitz fand an diesem Abend ein "Kameradschaftsabend" mit lokaler Nazi-Prominenz statt. In der Zwischenzeit wurden die zurückgelassenen Juden zum Kreuzstadl gebracht, wo sie von Teilnehmern des Festes, an die zuvor Waffen ausgegeben worden waren, ermordet wurden.

NS-Psychiatrie und was der Minister erzählt

Josef Hecken nennt zwar ein paar Zahlen, aber keine Namen und nichts über die Auswirkungen im Saarland ”Viel zu lange und viel zu oft ist dieses düstere Kapitel saarländischer Geschichte verdrängt worden. Um so beachtlicher ist es, wenn wir uns mit der schrecklichen Vergangenheit auseinander setzen und auch 60 Jahre nach Kriegsende diese immer noch heiße Eisen anpacken”, so Gesundheitsminister Josef Hecken anlässlich des Symposiums ”Psychiatrie im Nationalsozialismus - Auswirkungen im Saarland”. Gesundheitsminister Hecken würdigte die vorbildlichen Bemühungen der Homburger Psychiatrieanstalt. ”Mit der Errichtung im Jahr 1906 schuf man für damalige Verhältnisse eine sehr moderne Heil- und Pflegeanstalt mit dezentralem Pavillonstil”. Es habe für den Reformgeist der Betreiber entsprochen, sich für diese offene Bauweise zu entscheiden, die bewusst einen abstoßenden, gefängnisartigen Eindruck alter Irrenanstalten entgegentrat. ”Die Einrichtung der Homburger Anstalt im finanziell und personell aufwendigen Pavillonstil belegt, dass die Psychiatrie um die Jahrhundertwende im Saarland nicht nur von staatlichem Ordnungsdenken beherrscht wurde, sondern es auch Bestrebungen gab, den Patienten eine freundliche, den Heilungsprozess fördernde Umgebung zu bieten”, so Hecken. ”Die Psychiatrie in Homburg war ab 1906 zunächst eine vorbildliche und moderne Einrichtung; dann kamen die Nationalsozialisten und schreckliche Dinge geschahen in Homburg und Merzig sowie an den Orten, in die Patienten verlegt wurden”. Auch im Saarland seien Zwangssterilisationen und Euthanasie in den Jahren 1933 bis 1945 nicht vorbei gegangen. Insbesondere die Psychiatrielandschaft der damaligen Zeit habe die Auswirkungen der NS-Schreckensgeschichte erlebt. ”Die Opfer waren zumeist geistig und körperlich behinderte Menschen, die in Anstalten lebten und im Sinne der nationalsozialistischen Rassenlehre als ‚minderwertig’ oder ‚erbkrank’ galten”, so Hecken. Die psychisch kranken Menschen im Saarland waren von der Vernichtung überdurchschnittlich stark betroffen. Vor Beginn des Zweiten Weltkrieges lebten in den saarländischen Anstalten Merzig und Homburg zwischen 1.150 und 1.600 Patienten. Bei Kriegsbeginn wurden die Anstalten geräumt und in andere Regionen deportiert. Nur zwischen 80 und 260 dieser Patienten habe das Dritte Reich überlebt, so der Minister. Darüber hinaus wurden zwischen 1935 und 1945 im Saarland rund 3.000 Sterilisationsverfahren eingeleitet, wovon in 80 Prozent aller Fälle das Gericht auf eine Durchführung des Eingriffs entschieden hatte.

Zweifelhafte Gastfreundschaft (International, NZZ Online)

Der ehemalige KZ-Arzt Heim soll sich in Spanien versteckt halten Aribert Heim ist seit 34 Jahren auf der Flucht vor der deutschen Justiz. Spanien, wo er jetzt vermutet wird, war und ist ein Versteck abgetauchter Altnazis seit Francos Zeiten. Die Spur des Aribert Heim führt in die beschauliche Provinz Girona an der Costa Brava, einem beliebten Rückzugsort vieler deutscher Rentner. Hierhin flossen in den letzten Monaten beträchtliche Geldsummen an ein italienisches Künstlerehepaar, das mit der Familie Heim befreundet sein soll. Und von dort gelangte das Geld wahrscheinlich an den ehemaligen Lagerarzt, der wegen seiner grausamen Menschenversuche in den Konzentrationslagern Mauthausen und Buchenwald den Beinamen «Dr. Tod» erhielt. Nazis auf schwarzer Liste Die Geldtransaktionen brachten die deutschen Behörden und das jüdische Dokumentationszentrum Simon-Wiesenthal-Center, das ebenfalls nach dem inzwischen 91-Jährigen fahndet, auf die Spur Heims. Ob sich der Gesuchte allerdings noch immer im Land aufhält, ist ungewiss. Die spanische Tageszeitung «El Mundo» vermutet unter Berufung auf Ermittler, dass sich der Kriegsverbrecher inzwischen womöglich nach Dänemark abgesetzt hat, wo er ebenfalls über eine Infrastruktur verfügen soll.

Berliner Zeitung: Berlin - Sitzblockade gegen Neonazi-Marsch

Polizei nahm neun Gegendemonstranten fest Etwa 120 Rechtsextremisten sind am Sonnabend durch Pankow marschiert. Die Demonstration vom S-Bahnhof Pankow zum S-Bahnhof Heinersdorf wurde von mehreren Polizeihundertschaften geschützt. Den Aufmarsch hatte die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten angemeldet. Verstärkt wurde er von Nazi-Kameradschaften wie dem Märkischen Heimatschutz. Die Demonstranten trugen Spruchbänder mit Parolen wie "Wir räumen auf" oder "Wir sind das Volk". Mehrere hundert Gegendemonstranten protestierten gegen den Aufmarsch. Dazu hatte ein Bündnis aus Parteien und Initiativen aus dem Bezirk aufgerufen. An einer Kundgebung am ehemaligen jüdischen Waisenhaus nahmen auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und Bezirksbürgermeister Burkhard Kleinert (Linkspartei.PDS) teil. siehe auch: Vielfalt statt brauner Einheitsbrei. Pankow demonstrierte gegen rechten Aufmarsch / Weitgehend friedlicher Verlauf, Rechtsextreme und Gegendemonstranten in Pankow, Provinz-Nazis auf Berlintour. Angekündigt hatten die Jungen Nationalen einen Großaufmarsch. Am Ende war es nicht mehr als ein Häufchen. Begleitet von 500 Gegenprotestanten marschierten am Samstag 126 Neonazis durch den Stadtteil Pankow, Naziaufmarsch in Pankow. Nazis marschieren ihre komplette Route durch Pankow. Einige Gegendemonstranten leisten akustischen Widerstand. Massives Polizeiaufgebot mit eindeutiger Parteinahme für rechts.

N24.de - Zahl der Nazi-Konzerte nimmt zu

Die Zahl rechtsextremer Konzerte in Deutschland nimmt zu. Bis September haben die Sicherheitsbehörden nach Informationen des "Tagesspiegel" schon mehr als 100 einschlägige Skinheadkonzerte registriert - mit Schwerpunkt in Ostdeutschland, vor allem in Sachsen und Thüringen. Bei einem Treffen von Experten aus Verfassungsschutz und Polizei, wie es weiter heißt, wurde jetzt die Befürchtung laut, in diesem Jahr werde die Gesamtzahl der rechtsextremen Rockkonzerte deutlich über der von 2004 liegen. Damals stellten die Behörden 137 einschlägige Musikveranstaltungen fest - auch das waren schon 18 mehr als 2003. siehe auch: Der Tagesspiegel: Nazis veranstalten immer mehr Konzerte

Freitag, Oktober 21, 2005

Hamburger Morgenpost - Der Nazi-Krieg

Bezirk wird zum Aufmarschgebiet der Rechtsradikalen icherheitsorgane sind besorgt. Seit einem halben Jahr prallen Neonazis und antifaschistische Gruppen in Harburg immer heftiger aufeinander. "Ernsthafte gewalttätige Auseinandersetzungen sind nicht mehr auszuschließen", befürchtet ein Experte, der ungenannt bleiben will. Am Sonnabend müssen abermals Hunderschaften der Polizei aufgeboten werden, um die Gegner auf Abstand zu halten. Es ist bereits die fünfte Neonazi-Demo seit Jahresbeginn. Dass die Ultra-Rechten Harburg zu ihrem Aufmarschgebiet erkoren haben, sei "fatal", sagt Harburgs Rechtsdezernent Dierk Trispel. Für das Image des Bezirks seien braune Kundgebungen Gift. Das Landesamt für Verfassungsschutz stellt seit Ende vergangenen Jahres einen Aufschwung rechtsextremistischer Gruppen fest. Ähnlich verhält es sich in Niedersachsen. Die Zahl rechter Gewalttaten stieg in der Hansestadt um 24,5 Prozent. Als Drahtzieher der Szene gelten der Hamburger Neonazi-Chef Christian Worch (48) und der niedersächsische NPD-Boss Adolf Dammann (65), auf dessen Anwesen in Bargstedt regelmäßig Schulungen stattfinden. Von Bedeutung ist auch Nazi-Anwalt Jürgen Rieger (57). Sein "Heisenhof" bei Dörverden hat sich zum Zentrum der braunen Szene entwickelt.

Marktplatz Oberbayern: Stadt verbietet Nazi-Demo vor Feldherrnhalle

Neonazis wollen am 9. November, dem Jahrestag des Hitlerputsches und der Reichspogromnacht, am Odeonsplatz und am Marienplatz demonstrieren. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat gestern die Versammlung am Odeonsplatz komplett verboten. Die zweite wurde vom Marienplatz auf den Stachus verlegt. Ob die Anmelder dagegen Rechtsmittel einlegen, war gestern noch offen. Der Münchner Neonazi Hayo Klettenhofer hat eine Versammlung vor der Feldherrnhalle mit 50 Teilnehmern, Fahnen, Musik und Fackeln angemeldet. Thema: "Ehre den 16 Toten vom 9. November 1923". Das Datum ist als "Marsch auf die Feldherrnhalle" oder "Hitlerputsch" in die Geschichte eingegangen. "Das ist eine Verhöhnung der Opfer des NS-Unrechtsregimes und deren Nachkommen", begründete Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle das Verbot. Zweite Kundgebung am Marienplatz geplant Parallel plant Norman Bordin, Anführer der rechtsextremen "Kameradschaft München", am Marienplatz eine Versammlung mit rund 20 Teilnehmern unter dem Motto "16. Jahrestag des Mauerfalls".

Liechtenstein - kein Hort für NS-Raubgut (Schweiz, NZZ Online)

Abschlussbericht einer Historikerkommission Die Abklärungen zur Rolle Liechtensteins während der Nazi-Zeit sind abgeschlossen. Eine international zusammengesetzte Historikerkommission hat ihren Schlussbericht und sechs Einzelstudien präsentiert. Die Berichte vermitteln ein differenziertes Bild eines bedrohten Landes, das zwischen Anpassung und Widerstand schwankte. «Liechtenstein war kein bedeutender Finanzplatz, keine Devisendrehscheibe, kein Hort für NS-Raubgut, kein Verschiebeplatz für NS-Fluchtvermögen», fasste Peter Geiger die Ergebnisse der Unabhängigen Historikerkommission zusammen. Der Präsident dieses international besetzten Gremiums unterstrich bei der Präsentation des Abschlussberichtes und von sechs Einzelstudien, dass zwar «Hinweise auf problematische Gesellschaften, Aktivitäten und Verbindungen» gefunden worden seien, «stichfeste Belege für die Verschiebung von Raub- oder Tätervermögen» gebe es jedoch nicht. Auch wenn keine «Bomben» ans Tageslicht gekommen seien, betonte Geiger, hätten die Historiker doch «sehr vieles» herausgefunden. Von Bedeutung erscheint Geiger, dass über die durchleuchteten Bereiche nicht mehr nach Belieben spekuliert werden könne, sondern dass nun differenzierte Untersuchungen vorlägen.

Central Michigan Life - Neo-Nazi group weighing campus RSO interest

National Socialist Movement likens to college students The neo-Nazi group National Socialist Movement has approached Central Michigan University to recruit members and possibly form a Registered Student Organization. NSM was on campus in late September recruiting members for its chapter, though it has no RSO paperwork on file with the Office of Student Life. Dan Carlson, active member of the group and Cadillac resident, said NSM approaches college campuses because they foster the spirit of free thinking. (...) NSM is a compilation of members including the SS Division, Women’s Division, Stormtroopers and members of the Skinhead Division. (...) According to the NSM Web site, its main goal is to establish a strong unit of mentally and physically fit white citizens of European descent and give people an alternative to the Democrat and Republican political affiliations.

ABC News: Young Singers Spread Racist Hate

Duo Considered the Olsen Twins of the White Supremacist Movement Thirteen-year-old twins Lamb and Lynx Gaede have one album out, another on the way, a music video, and lots of fans. They may remind you another famous pair of singers, the Olsen Twins, and the girls say they like that. But unlike the Olsens, who built a media empire on their fun-loving, squeaky-clean image, Lamb and Lynx are cultivating a much darker personna. They are white nationalists and use their talents to preach a message of hate. Known as "Prussian Blue" — a nod to their German heritage and bright blue eyes — the girls from Bakersfield, Calif., have been performing songs about white nationalism before all-white crowds since they were nine. "We're proud of being white, we want to keep being white," said Lynx. "We want our people to stay white … we don't want to just be, you know, a big muddle. We just want to preserve our race." Lynx and Lamb have been nurtured on racist beliefs since birth by their mother April. "They need to have the background to understand why certain things are happening," said April, a stay-at-home mom who no longer lives with the twins' father. "I'm going to give them, give them my opinion just like any, any parent would." April home-schools the girls, teaching them her own unique perspective on everything from current to historical events. In addition, April's father surrounds the family with symbols of his beliefs — specifically the Nazi swastika. It appears on his belt buckle, on the side of his pick-up truck and he's even registered it as his cattle brand with the Bureau of Livestock Identification.

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Bnr.de - Im rechten Dunst

Zum Thema „Europa im rechten Licht – Rechte Parteien in Europa“ referiert der FPÖ-Europaabgeordnete Andreas Mölzer am 27. Oktober auf dem Haus der Burschenschaft Rheinfranken im hessischen Marburg. Andreas Mölzer (Jg. 1952) ist Herausgeber der extrem rechten Wochenzeitung „Zur Zeit“, dem österreichischen Pendant zur Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“.

derStandard.at: Einkaufsverbot für Schwarze in Linz

Geschäftsbesitzer plakatiert gegen Afrikaner - Grüne erstatten Anzeige gegen Geschäftsmann - Dieser will sein Geschäft zusperren "Schwarzafrikaner lasst uns in Ruhe, denn wir wollen nichts von euch" – diese Botschaft in der Auslage des Lederwarengeschäfts Stopper in der Linzer Innenstadt lässt an Deutlichkeit nichts mehr offen. Menschen mit dunkler Hautfarbe werden seit Kurzem mittels eines großen Plakats aufgefordert, den Laden tunlichst zu meiden. Auch der Versuch einer Begründung findet sich auf dem handgeschriebenen Zettel an der Glasscheibe: "... Die Schwarzafrikaner: Der deutschen Sprache kaum mächtig, führen kleine Meinungsunklarheiten gleich zu schlimmen Wortattacken wie Leck am Arsch, Stinkefinger, Hitlersau, ... daher sagen wir: Lasst uns in Ruhe." Ergänzt wird die fragwürdige Meinung des Geschäftsinhabers von einem zweiten Plakat, auf dem der Mann sich als "stolzer Österreich" outet und man tunlichst dafür "was tun muss, damit das auch so bleibt".