Freitag, Mai 21, 2004

NETZEITUNG DEUTSCHLAND: Wiesenthal Center fordert Filbinger-Abberufung

Das Simon Wiesenthal Center hat die Nominierung von Ex-Richter Filbinger zum Wahlmann als «Schandfleck» kritisiert. SPD-Generalsekretär Benneter nannte die CDU-Entscheidung eine «Geschmacklosigkeit». Rabbi Abraham Cooper, Vize-Dekan des Zentrums in Los Angeles, warnte davor, dass mit Filbingers Beteiligung an der Bundesversammlung fatale politische Signale gesetzt würden. Dies wäre «ein Schandfleck der deutschen Demokratiegeschichte», sagte Cooper. Er kritisierte, der ehemalige Marine-Richter rechtfertige seine Todesurteile gegen Deserteure in der NS-Zeit noch heute. Zudem habe Filbinger ein Studienzentrum gegründet, «das regelmäßig jenen eine Plattform bot, welche die Verbrechen des Nazi-Regimes minimieren, marginalisieren oder leugnen», sagte Cooper. Der 90 Jahre alte Filbinger habe «über Jahrzehnte sein unmoralisches Verhalten unter dem Deckmantel des Dienstes am Gesetz gerechtfertigt». Seine Aktivitäten stünden «den Grundsätzen der deutschen Demokratie entgegen». Siehe dazu auch: Delegate's Nazi Past Overshadows German Presidential Election, Wiesenthal-Zentrum fordert Abberufung Filbingers. SPD-Generalsekretär: Nominierung ist "Geschmacklosigkeit", BBC: European press review, Empörung über Wahlmann Filbinger. Protestaktion vor Wahl Bundesversammlung, "Scheinheilige Diskussion" um Filbinger, Debatte um Hans Filbinger. Interview mit Gerd Langguth, ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneterm, Oettinger: Filbinger verdient Respekt. Günther Oettinger, CDU-Fraktionschef im Landtag Baden-Württemberg, Weiter scharfe Kritik an Filbinger, Streit vor Bundespräsidentenwahl, Ex-Marinerichter und Ministerpräsident: Hans Filbinger,

Keine Kommentare: