Montag, Dezember 19, 2005

Oberpfalz/Bayern :: Demo-Samstag: Rechte und Linke auf der Straße

Massive Kritik an Stadt Regensburg / Großes Polizeiaufgebot Rund 1000 Menschen haben am Samstag in der Regensburger Altstadt friedlich gegen zunehmenden Rechtsradikalismus demonstriert. Auslöser dafür war ein Aufmarsch rechter Gruppen, der zeitgleich stattfand. Rund 150 Linke versuchten, diese rechte Kundgebung zu stören. Dabei nahm die Polizei zehn Personen fest. Ein Beamter und ein Demonstrant wurden verletzt. Die Regensburger Polizei reagierte mit einem Großaufgebot auf die Situation: Mehrere hundert Beamte von der bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg und dem Unterstützungskommando aus München waren im Einsatz. Neun der zehn Festgenommenen sind nach Polizeiangaben dem linken Spektrum zuzuordnen. Am gesamten Nachmittag kam es durch die Kundgebungen im Stadtzentrum zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Organisatoren des „antifaschistischen Demonstrationszugs“ durch die Altstadt waren die Sozialistische Jugend Deutschlands „Die Falken“, Pax Christi und mehreren Gewerkschaften. Rund 1000 Menschen folgten dem Aufruf und skandierten „Nazis raus“ und „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“. siehe auch: Regensburg steht auf gegen die rechtsradikalen Umtriebe

NS-Vergangenheit: Jagdszenen im Idyll - stern.de

Das Gymnasium Tegernsee soll künftig den Namen von Otto Beisheim tragen. Lehrer, Schüler und Honoratioren wehren sich heftigst - der Metro-Gründer gehörte der Leibstandarte-SS Adolf Hitler an. Ein tölpelhafter Beschluss', wüteten die fünf Bürgermeister im Tegernseer Tal. Empört forderten sie, die Namen der 'faulen, neidischen, untragbaren, selbst ernannten Moralapostel' zu veröffentlichen, und empfahlen den vermeintlichen Quertreibern, 'sich schnellstmöglich um Versetzung zu bemühen'. Da habe 'eine Lehrerclique egozentrisch eine einmalige Chance verspielt'. Seit das örtliche Gymnasium nun doch kein Millionengeschenk erhalten soll, weil das Lehrerkollegium ein paar kritische Fragen zur Vergangenheit des Stifters stellte, herrscht Krieg am postkartenschönen Tegernsee. Anlass war der Versuch des Metro-Gründers Otto Beisheim, der Bildungsanstalt zehn Millionen Euro zu stiften. Dafür sollte die staatliche Schule an seinem nahen Zweitwohnsitz künftig seinen Namen tragen. Anfangs ging alles glatt, denn die 'Prof. Dr. Otto Beisheim Stiftung Tegernsee' war klammheimlich eingefädelt worden. Der Mäzen unterzeichnete die Urkunde in den Sommerferien. Doch als die Mehrheit der Schüler, Lehrer und Eltern beim herbstlichen Schulbeginn erstmals davon erfuhr, trübte die Verknüpfung der guten Tat mit der Umbenennung in Otto-Beisheim-Gymnasium die Freude über den 'Lottogewinn'. (...) Otto Beisheim, Geburtsjahr 1924, hat in unteren Dienstgraden als SS-Kanonier und SS-Sturmmann gekämpft; unter anderem im 8. SS-Artillerie-Regiment, das der 1. SS-Panzer-Division "Leibstandarte-SS Adolf Hitler" unterstand.

PROFIL Online: NS-Verbrechen: Das Phantom - Warum wurde Alois Brunner nie gefasst?

Einer der niederträchtigsten NS-Schergen, der Österreicher Alois Brunner, wurde nie vor Gericht gestellt. Vor Kurzem glaubte man, ihn in der Schweiz gesehen zu haben. Wieder eine Falschmeldung. So er noch lebt, wird Alois Brunner im kommenden Frühling 94 Jahre alt, ein Greis mit einem Glasauge und verkrüppelten Händen, heimgesucht von Erinnerungen, die ihn jedoch nicht sonderlich beschweren dürften, denn bereut hat Brunner nie. Davon zeugen Briefe, die er vor wenigen Jahren noch aus Damaskus an Verwandte in Österreich schrieb. (...) Alois Brunner war ein Spezialist für Deportationen, von seinem Vorgesetzten Adolf Eichmann, dem Leiter des „Judenreferats im Reichssicherheitshauptamt“, überall dorthin geschickt, wo die Zusammentreibung der Juden und ihr Abtransport in die Lager nicht so recht vorankommen wollten. Brunner hatte sich einen Namen gemacht. Von ihm stammte die Idee, die Menschen in den Zügen noch schnell eine Postkarte unterschreiben zu lassen, wonach es ihnen gut gehe und die Verpflegung bestens sei. Auf diese Weise ließen sich die Zurückgebliebenen, die diese Nachricht Wochen später mit dem Absender Auschwitz-Birkenau ausgehändigt bekamen, beim nächsten Transport ohne größeren Aufruhr in die Waggons pferchen. Seit über dreißig Jahren weiß man, dass Brunner – jedenfalls bis in die neunziger Jahre hinein – in Damaskus lebte. Man kannte seine Adresse, seine Firmen und seine Helfer. Man wusste, wie der alte Mann aussah. Brunner empfing Journalisten, gab Interviews und ließ sich fotografieren. Warum wurde er nie zur Verantwortung gezogen?

Vorarlberg Online: D: Münchner Gericht spricht Urteil

Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur entscheidet ein Münchner Schwurgericht über Schuld oder Unschuld des mutmaßlichen NS-Verbrechers Ladislav Niznansky. Gegen den angeklagten 88-jährigen Ex-Hauptmann wird seit gut 15 Monaten wegen Mordes in 164 Fällen verhandelt. Er soll als damaliger Kommandant der slowakischen Kompanie in der Partisanenabwehrgruppe „Edelweiß“ die Mitverantwortung an drei Massakern in der Slowakei getragen haben. Die Abwehrgruppe „Edelweiß“ hatte unter deutscher Führung in der mit Adolf Hitler kooperierenden Slowakei Partisanen bekämpft. Bei den Massakern waren Anfang 1945 in den Dörfern Ostry Grun und Klak 146 Personen - darunter 48 Frauen und 48 Kinder ermordet worden. Wenig später waren in der Gemeinde Ksinna 18 Juden ermordet worden. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat Niznansky den Befehl zur Ermordung dieser Zivilisten in den drei Dörfern gegeben. In seinem Plädoyer vor dem Schwurgericht München I hatte Staatsanwalt Konstantin Kuchenbauer Ende November deshalb lebenslange Haft wegen gemeinschaftlichen Mordes in 164 Fällen gefordert. Er plädierte zudem dafür, eine besondere Schwere der Schuld festzustellen. siehe auch: Urteil in Münchner NS-Kriegsverbrecherprozess gegen Niznansky. 88-Jährige soll Anfang 1945 an drei Massakern an Zivilisten in der Slowakei beteiligt gewesen sein

The Sunday Mail QLD: Neo-nazis exploit racial unrest [17dec05]

QUEENSLAND'S branch of the Patriotic Youth League claimed it had recruited new members after the racial unrest in Sydney this week. The Queensland chapter of the league claimed on its website that 'numerous new members' were signed up in Cronulla as tensions exploded last Sunday. The league is reportedly linked to skinhead groups, and police said those in the crowd wore boots, braces and clothing with neo-nazi insignias. Posters bearing the Eureka insignia, adopted by white nationalist groups, advertised the league and its post office box numbers in Sydney, Newcastle, Melbourne and Brisbane. According to the website, 'activism gets results'.

Stuff.co.nz: Kiwi links to Sydney race riot organisers

Australian extremist groups which drummed up racist sentiment at the Sydney riots last week have close links to New Zealand 'white nationalists'. Ultra-nationalist Australia First and its youth partner, the Patriotic Youth League, distributed anti-immigration pamphlets and bussed in supporters to the Cronulla riot. Skinheads wearing neo-Nazi emblems were among the mob of 5000 which chanted anti-Lebanese slogans and attacked people of Middle Eastern appearance. Former New Zealand National Front director Kyle Chapman counts Jim Saleam, leader of Australia First, as a friend. 'I've always considered myself quite a young leader - those older guys gave me a lot of support and a lot of wisdom,' said Chapman. Chapman quit as National Front leader this year, but he maintains weekly email contact with Saleam and last week was invited by Saleam to attend an Australian white nationalist forum early next year.

Arutz Sheva - Belarus Jews Concerned Over Growing Neo-Nazis Tendencies

Representatives of the Jewish community have expressed concern over 'growing neo-Nazi tendencies' in Belarusian society, according to a December 10 item of the Belarusian news agency Belapan. A statement by the Union of Belarusian Jewish Associations and Communities says that 'the Jewish community is concerned by another anti-Semitic act of defacing memorials to Stalin terror victims.' 'Memories of defamation of Yama memorial in Minsk by vandals in August this year are still very much alive in our memories and here comes another act of vandalism in Kurapaty which affected the memorials of other denominations,' the statement said. Particularly worrying is the SS graffiti on the memorial. "Responsibility for the act has been claimed by the Slavic Union for Rus, which apparently embodies not only chauvinism, but also neo-Nazism," the statement said.

Skinheads meet, no incident

The Saturday meeting of skinheads in the restaurant Gerbera took place without the police intervention, police commander Bohumil Condl said. The police were on patrol till one a.m., when the participants went home quietly, Condl said, adding that some 150 police had been on alert. Some 70 people, mostly from the Ceske Budejovice region, met in the restaurant, while the skinheads made up roughly one-third of them, the police said. At the meeting, they remembered two of their leaders who had tragically died. A local band played, but its lyrics were not racist, Condl said. (...) Critics say that the police have been largely passive at neo-Nazis parties and rallies. This happened at a concert of skinhead bands in Krtetice, South Bohemia, in September.

1,500 Anti-Fascists March in Moscow

One month after far-right nationalists marched through Moscow's city center shouting 'Sieg Heil,' at least 1,500 people marched from the same square in an anti-fascist protest on Sunday afternoon. "Let them see that we are many and that we are not afraid," said Garry Kasparov, the former chess champion, who with the liberal parties Yabloko and the Union of Right Forces, or SPS, organized the march under the title, "Moscow Without Fascists." siehe auch: Activists, Liberal Parties March in Moscow. Hundreds of activists, liberal political parties and other groups marched through downtown Moscow to protest growing racism and extremism in Russian society. With patriotic songs playing and riot police and guard dogs looking on, participants carried Russian flags and placards on Sunday reading ``We Won't Give Moscow to the Fascists'' and ``Say No to Fascism.''

Freitag, Dezember 16, 2005

NETZEITUNG KAMPF GEGEN TERROR: Koenigs kritisiert BKA-Verhöre in Syrien

Strafhaft ohne Straftat – das hält der Beauftragte für Menschenrechte der Bundesregierung für schwer vorstellbar. Kritisch äußerte er sich auch zum Pflichtbewusstsein deutscher Ermittler. Der Beauftragte für Menschenrechte der Bundesregierung, Tom Koenigs, hat Zweifel an Plänen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geäußert, «gefährliche Personen», die etwa in einem Terroristenlager ausgebildet worden seien, denen man aber keine Straftat nachweisen könne, vor Gericht zu stellen. Debatte gefordert Es sei «schwer vorstellbar, dass dies mit dem Menschenrecht in Einklang zu bringen ist», sagte Koenigs der Netzeitung. Gesetzesänderungen dürften in Deutschland nicht zu Verhältnissen führen, «die wir anderswo kritisieren». Koenigs forderte, Schäubles Plan zu diskutieren: «Darüber muss eine intensive öffentliche Debatte stattfinden». siehe auch: FDP warnt vor Aushöhlung des Folterverbots. Der Streit um die Rolle deutscher Sicherheitsbehörden im Anti-Terrorkampf verschärft sich. Grund ist ein Vorstoß von Bundesinnenminister Schäuble zur Nutzung von Informationen, die durch Folter erpresst worden sind.

heute.de - Bundestag verurteilt Ahmadinedschads israelfeindliche Äußerungen

'Völlig inakzeptabel' - Auch scharfe Kritik auf EU-Gipfel Der gesamte Bundestag hat die israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad verurteilt. Die neuen Verbalattacken des Präsidenten, 'der sowohl das Existenzrecht Israels bestreitet als auch den Holocaust leugnet, sind völlig inakzeptabel', heißt es in dem am Freitag einstimmig verabschiedeten interfraktionellen Antrag. Diese Äußerungen seien mit den Normen der internationalen Gemeinschaft und den historischen Erfahrungen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts unvereinbar. Mit dem Antrag unterstrich der Bundestag erneut das Existenzrecht Israels. "Israel muss in international anerkannten Grenzen frei von Angst, Terror und Gewalt leben können." Die Abgeordneten begrüßten, dass die Bundesregierung den Äußerungen des iranischen Präsidenten entgegengetreten ist. Das Parlament forderte die Regierung auf, "auch in Zukunft jeder Politik entgegen zu wirken, die das Existenzrecht Israels bestreitet und den Holocaust leugnet".

Leipziger Volkszeitung - Offene Distanzierung von Dynamo verlangt

Der Freundeskreis Dresdner Synagoge hat von der Vereinsführung des 1. FC Dynamo Dresden eine öffentliche Distanzierung zu dem antisemitischen Vorfall beim Spiel gegen Energie Cottbus am 5. Dezember verlangt. „Wir gehen davon aus, dass dieser Vorfall von Ihnen ebenfalls aufs Schärfste missbilligt wird. Allerdings vermissen wir Ihrerseits eine öffentliche Distanzierung“, heißt es in einem offenen Brief der Freundeskreises, der am Freitag veröffentlicht wurde. „Es mag zwar sein, dass Aktionen von rechtsradikalen Wirrköpfen nicht mehr als nötig durch öffentliche Aufmerksamkeit verstärkt werden sollten“, heißt es in dem Brief. Andererseits müssten aber gerade Jugendliche deutlich erfahren, wo sie nicht tolerierbare Grenzen überschreiten und sowohl sportliches wie politisches Fairplay mit Füßen treten. „Hier darf es nach unserer Überzeugung keine Leisetreterei geben“, heißt es in dem Schreiben. Die Vereinsführung von Dynamo Dresden solle erklären, wie sie in ihrer Öffentlichkeitsarbeit und in der Arbeit mit den Fans deutlich machen wolle, dass in Zukunft rassistisch oder antisemitisch gefärbte Aktionen im Dynamostadion nicht geduldet, sondern entschlossen unterbunden und strafrechtlich verfolgt werden.

taz 16.12.05 Ich bin unten? Ihr seid unter mir!

In der Mittelschicht wächst die Furcht vor dem sozialen Absturz - und mit ihr der Hass auf Ausländer, Frauen, Juden und Muslime, kurz: auf das Andere. Das belegt eine neue Studie des Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer Hier war das also. Hier wurde der größte politische Deal der vergangenen Jahre ausgehandelt. Hier trat Exkanzler Gerhard Schröder (SPD) bei den Koalitionsverhandlungen seiner Partei mit der Union nach langem Gewürge seinen Machtanspruch an 'Frau Dr. Merkel' ab. Hier, im prachtvollen Barockbau der 'Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft' gegenüber dem Osteingang des Reichstags in Berlin, wohnte ein paar Wochen die Macht der Republik - nun geht es hier um Machtlosigkeit, Orientierungslosigkeit und einen 'überwältigenden Kapitalismus', der nicht zuletzt durch einen 'Kontrollverlust von Politik gegenüber dem Kapital' geprägt ist. Im 'Kaisersaal' stellt mit diesen Worten der Soziologe Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld dar, wie viel Hass es in Deutschland auf Fremde, Schwule, Frauen, Juden und Muslime gibt - und die schlechten Nachrichten prasseln auf die Zuhörer herunter wie die hunderte gemalten blauen Würfel, die die Decke des Saals zieren. Die vielleicht schlechteste der schlechten Nachrichten vorneweg: Die Fremdenfeindlichkeit steigt in Deutschland seit vier Jahren kontinuierlich an. Über 61 Prozent der Deutschen stimmen heute der Aussage ganz oder eher zu: 'Es leben zu viele Ausländer in Deutschland.' Im Jahr 2002 waren es noch etwa 55 Prozent. Der NPD-Forderung 'Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die in Deutschland lebenden Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken' stimmen über 36 Prozent zu, 2002 waren es noch knapp 27 Prozent. Heitmeyer und sein Soziologenteam machen für diese Entwicklung vor allem einen Grund aus: Wo in einem Gemeinwesen Gefühle von Machtlosigkeit und die Orientierungslosigkeit zunehmen, wo die Ängste vor dem sozialen Abstieg steigen oder gar immer mehr Menschen tatsächlich sozial absteigen, wo es also zunehmende "Verstörungen", "Desintegrationsängste" und negative Zukunftserwartungen gibt - in solch einer Gesellschaft nimmt die Neigung zu, andere, schwache Gruppen wie eben Fremde, Schwule, Juden, Frauen et cetera abzuwerten: "Das machtlose Verzagen gegenüber den Starken in der Gesellschaft ist verbunden mit der Artikulation von Ungleichwertigkeit gegenüber Schwachen", bilanziert Heitmeyer.

BayVGH: Rücknahme der Beamtenernennung wegen rechtsextremistischer Mitgliedschaft .:. Juraforum.de - das aktuelle Recht-Portal!

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Urteil vom 24. November 2005 die Rücknahme einer durch arglistige Täuschung erlangten Ernennung zum Beamten – hier: Ernennung zum Baureferendar in das Beamtenverhältnis auf Widerruf und zum Baurat zur Anstellung – als rechtmäßig erachtet. Das Gericht ließ dabei ausdrücklich offen, ob der Kläger formelles Mitglied einer rechts-extremistischen Gruppierung gewesen sei. Jedenfalls habe der Kläger „sonstige Verbindungen“ zu einer rechtsextremistischen Organisation (hier: Initiative Gesamtdeutschland) gehabt. Dies habe er bei der Beantwortung eines Erklärungsformblatts über die Mitgliedschaft oder Verbindung zu bestimmten politischen Parteien, Organisationen oder Institutionen wahrheitswidrig verneint.

Karlsruhe: Holocaust-Leugner Zündel bleibt in Haft - Nachrichten | SWR.de

Der Holocaust-Leugner und Rechtsextremist Ernst Zündel bleibt in Haft. Dies beschloss das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe. Der 66-Jährige sitzt seit dem 1. März dieses Jahres in Untersuchungshaft. Der erste Prozess gegen ihn war geplatzt, da die Richter Zündels Pflichtverteidigerin ablehnten. Die Entscheidung des OLG zur weiteren Inhaftierung Zündels fiel im Rahmen einer routinemäßig stattfindenden besonderen Haftprüfung. Es liege weiter ein dringender Tatverdacht vor und es bestehe Fluchtgefahr. Zudem werde das Verfahren mit der in Haftsachen gebotenen Beschleunigung geführt, so das OLK. (...) Zugleich wies das OLG die Beschwerde Zündels gegen die Ablehnung seiner Pflichtverteidigerin zurück. Diese habe durch ihre Erklärungen, die einem Leugen des Holocaust fast gleichgekommen wären, gezeigt, dass ihr die notwendige Distanz zu den gegen den Angeklagten erhobenen Vorwürfen fehle. siehe auch: Rechtsextremist Zündel bleibt im Gefängnis. Der Rechtsextremist Ernst Zündel bleibt in Untersuchungshaft. Das entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe nach einer routinemäßigen Haftprüfung, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, Deutscher Holocaust-Leugner Ernst Zündel bleibt in Haft. Nazi-Propaganda im Internet

< sz-online | sachsen im netz > Anklage wegen Volksverhetzung

Gegen einen Mitarbeiter des NPD-Verlages „Deutsche Stimme“ ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen den früheren Produktionsleiter des rechtsextremen Verlages „Deutsche Stimme“ Anklage wegen Volksverhetzung erhoben. Der Fall wird vor der Staatsschutzkammer verhandelt, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär am Donnerstag. Der Fall geht auf eine Durchsuchung des Verlages in Riesa vor mehr als zwei Jahren zurück, bei dem zahlreiche CDs mit rechtsextremer Musik sichergestellt worden waren. Der Angeklagte ist heute zweiter Geschäftsführer des Verlages, sagte Schär. Bei der zweitägigen Durchsuchung im März 2003 hatten Mitarbeiter der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) unter anderem 8000 CDs, Musikkassetten, Literatur und Geschäftsunterlagen sichergestellt. Danach waren Ermittlungsverfahren gegen drei Verdächtige eingeleitet worden. siehe auch: Mitarbeiter von NPD-Verlag unter Anklage. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen den früheren Produktionsleiter des rechtsextremen Verlages „Deutsche Stimme“ Anklage wegen Volksverhetzung erhoben. Der Fall wird vor der Staatsschutzkammer verhandelt, sagte gestern Oberstaatsanwalt Jürgen Schär

Leipziger Volkszeitung - 'Was wir gefunden haben, war haarsträubend'

Der Verein 'Gedächtnisstätte', der jetzt in Borna sein Kriegsopfer-Denkmal zu errichten gedenkt, hatte sich offenbar bereits vor ein paar Jahren in Thüringen um Grundstücke für sein Projekt bemüht. Dort witterten die Verantwortlichen allerdings recht bald einen möglichen rechtsextremen Hintergrund und ließen den Verein abblitzen. Wie aus Kreisen der Thüringer Polizei verlautete, soll der Verein "Gedächtnisstätte" Interesse an Grundstücken in Beichlingen und am Kyffhäuser gehabt haben. Wie auch in Borna waren die avisierten Anwesen größer als 10 000 Quadratmeter. Und auch hier habe der Verein klar gesagt, was er mit den Ländereien vorhat: die Errichtung einer Gedenkstätte für deutsche Kriegsopfer. Polizeilichen Informationen zufolge soll damals der greise Anwalt Hajo Herrmann für den Verein "Gedächtnisstätte" in Erscheinung getreten sein. Herrmann, der nach Erkenntnissen des sächsischen Innenministeriums ein enger Vertrauter von Hermann Göring gewesen sei, als Anwalt mehrere bekannte Rechtsextreme verteidigt habe und wiederholt auf Veranstaltungen der NPD gesprochen haben soll, hatte in Thüringen jedoch nicht so viel Glück wie sein Vereinskollege Ludwig Limmer jetzt in Borna. "Es kam nicht zum Verkauf", so ein Vertreter der Polizei auf LVZ-Anfrage.

derStandard.at: Graz: Mehrheit für das Hakoah-Stadion

Vorstoß der Grünen für Umbenennung des Arnold-Schwarzenegger-Stadions dürfte mit SPÖ und KPÖ eine Mehrheit finden Auf der Suche nach Sponsoren und einem neuen Namen stößt man auf die jüdische Geschichte des Platzes. Der Grazer Gemeinderat dürfte in seiner nächsten Sitzung am 19. Jänner mehrheitlich für eine Umbenennung des Arnold-Schwarzenegger-Stadions stimmen. Während ein Antrag der Grünen-Klubchefin, Sigi Binder, auf Aberkennung von Schwarzeneggers Ehrenring der Stadt und eine Umbenennung des Stadions 2004 keine Mehrheit fand, sprechen sich jetzt KPÖ und SPÖ deutlich für einen neuen Stadionnamen aus. (...) Eine von der rot-rot-grünen Mehrheit im Stadtparlament begrüßte Variante wäre ein Andenken an den 1938 von den Nazis aufgelösten Grazer Sportverein Hakoah. Anders als die Wiener Hakoah geriet der 1919 in Graz gegründete Allroundsportklub Hakoah beinahe in Vergessenheit. siehe auch: Schwarzenegger-Stadion soll umbenannt werden. Arnold Schwarzenegger ist einer der berühmtesten Österreicher, in Graz ist sogar ein Fußball-Stadion nach dem Muskelmann benannt. Doch nun geht die alte Heimat auf Distanz zu Kaliforniens «Gouvernator».

n-tv.de: 'Zenit überschritten' - Rechte Szene im Osten unbeliebt

Die große Mehrzahl der ostdeutschen Jugendlichen will nach einer aktuellen Studie des Berliner Archivs der Jugendkulturen mit der rechten Szene möglichst wenig zu tun haben. Diese Szene habe ihren Zenit überschritten und sei wesentlich weniger beliebt bei den Jugendlichen als in der Öffentlichkeit angenommen werde, heißt es in der jetzt veröffentlichten Jugendkulturen-Präferenzstudie 2004/2005, für die 1.001 ostdeutsche Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren befragt wurden. Entscheidende Gründe für die Ablehnung seien die extreme Gewaltbereitschaft, der oft ebenso extreme Alkoholkonsum und die rigiden autoritären Strukturen. In den 'Top Ten' der unbeliebtesten Szenen rangiere die rechte Szene mit 500 Stimmen eindeutig ganz vorne, gefolgt von Punks (209), Gothics/Gruftis (174) und Satanisten (96). Dabei sei allerdings auch auffällig, dass die Drogenszene/Kiffer bei den Jugendlichen am wenigsten 'unbeliebt' ist. In der Umkehrbefragung, welche Jugendkulturen am sympathischsten sind, liegen die HipHop-Szene (257) und die Punks (233) weit vorn, ganz am Schluss liegen die rechte Szene und Fußballfans.

ngo-online - BGH bestätigt Verurteilung von NPD-Politiker wegen Volksverhetzung

Die Verurteilung des NPD-Politikers Claus Cremer wegen Volksverhetzung ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Donnerstag die vom Landgericht Bochum verhängte einjährige Bewährungsstrafe gegen den stellvertretenden Vorsitzenden des NPD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Die Bochumer Richter sahen es im Februar als erwiesen an, dass der 26-Jährige bei einer NPD-Kundgebung im Juni 2004 gegen die jüdische Bevölkerung gehetzt hatte. Ihr müsse die Errichtung von Gotteshäusern generell untersagt werden, hatte er gefordert. Bei der NPD-Veranstaltung wurde die Verwendung von Steuergeldern für den Bau einer neuen Synagoge in Bochum kritisiert. Die Äußerungen Cremers waren auf einem Video festgehalten worden. (...) BGH; AZ: 4 StR 283/05 - Urteil vom 15. Dezember 2005 siehe auch: Pressemitteilung BGH zum Urteil, Urteil gegen NPD-Funktionär bestätigt, Urteil gegen NPD-Funktionär bestätigt. Der Rechtsextremist Cremer ist rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Der BGH bestätigte ein Urteil, das nach einer Hetzrede des NPD-Funktionärs gegen Juden erfolgt war.