Montag, Dezember 05, 2005
NETWORLD: Blaues who's who und Schmisse: Straches schlagende Burschenschafter sind wieder da
* NEWS: Wer in wichtigen Positionen das Sagen hat
* PLUS: Die seltsame Welt der Burschenschafter!
Sie tragen ihre Narben - Schmisse heißt das in dieser Welt - stolz auf ihren Wangen zur Schau. Sie treffen sich auf den "Buden" ihrer Häuser, um bei reichlich Bier und Kameradenliedern über das "deutsche" Leben und die "Diktatur der linken Gutmenschen" zu "philosophieren". Und sie steigen immer wieder hinab in die Keller diverser Lokale, um dort die "Füchse" - die Neulinge - ihre Mensuren mit scharfen Klingen ausfechten zu lassen, damit diese "echte" Männer - pardon: "Burschen", wie man das dort nennt - werden können.
Öffentlichkeit lieben die heimischen Korporierten - schlagende Burschenschafter - freilich weniger. Und doch sind sie dieser Tage in aller Munde, weil ein paar Studenten von Österreichs ältester schlagender und extrem rechts stehender Verbindung, Olympia, als Einlader des mittlerweile in Wien Josefstadt einsitzenden Revisionisten und Holocaust-Leugners, David Irving, geoutet wurden. Er hätte, plauderte der englische Rechtsextremist aus, "am 11. November beim Stiftungsfest der Olympia einen Vortrag halten" sollen.
Top-Jobs für schlagende Burschenschafter
Doch wer sind diese Burschenschafter überhaupt, die wie Relikte aus längst vergangenen Tagen wirken? Sind sie nur eine unbedeutende deutschnationale Minderheit, die im Gestern lebt und heute keine Rolle mehr spielt, wie viele glauben? Eine Minderheit sind sie sicher, doch unbedeutend keineswegs. Im Gegenteil: Seit dem Wiedererstarken der FPÖ in Wien sind sie stärker denn je - und vor allem besetzen sie immer mehr Topjobs dieser Republik
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