Montag, Dezember 05, 2005

de.indymedia.org | Nazistrukturen im Osthavelland /Falkensee

Seit 2003 und 2004 die Kameradschaft “Freikorps” 10 Brandanschläge gegen Imbisse in Falkensee, Brieselang, Schönwalde und Nauen verübte, gab es in der osthavelländischen Bevölkerung eine Reihe von Aktionen, die sich mit der Kameradschaft “Freikorps” auseinander setzten. Leider fand ein großer Teil dieser Aktionen nur in Falkensee statt, so wurde beispielsweise eine Demonstration durch Falkensee durchgeführt sowie die gemeinsame Hinfahrt am 8. Mai 2005 zu der Nazidemo bzw. den Gegenprotesten organisiert. Das in Falkensee und dem Umland trotzdem Nazis vorhanden sind und teilweise auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen können, ist, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, nichts neues. So gibt es in Falkensee den Tattoo-Laden “Ex-Dream”, dessen Inhaber, Jens Zugehör, Ende der neunziger Jahre im Brandenburger Gefängnis saß. Der Grund für diesen unfreiwilligen Aufenthalt ist leider nicht bekannt, jedoch wurde er während des Gefängnisaufenthalts von der “Hilfsgemeinschaft nationaler Gefangener” ( HNG) betreut. Die HNG kümmert sich um Mitglieder der extremen Rechten, die fast ausschließlich wegen Gewaltdelikte im Gefängnis sitzen. So sollen die inhaftierten Nazis weiter in der Szene organisiert bleiben, sowie sich als “Knastgruppen” vernetzen und “politische” Arbeit aus dem Gefängnis machen können. Jens Zugehör brachte während des Aufenthalts im Knast Artikel in Nazizeitschriften wie “der Weisse Wolf” heraus. Das diese Taktik der HNG Erfolg hat, zeigt ein Plakat der Nazi-Bekleidungsfirma Thor-Steinar an der Eingangstür des “Ex-Dream” sowie diverse Tattoobilder die das Keltenkreuz (Heidnische Rune die von Nazis im dritten Reich missbraucht wurde) und den Schriftzug der Naziband Skrewdriver abbilden. Als wirklich unerträglich gibt sich die Situation, wenn man beachtet, das der “Ex-Dream“ keine 100 Meter Luftlinie vom Falkenseer Außenlager des KZ Sachsenhausen liegt. Anfang 2005 wurde das Außenlager Mehrmals Opfer von antisemitischen Übergriffen im Zuge des 60 Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz. siehe auch: Neonazistrukturen im Osthavelland

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