Samstag, Juli 09, 2005

Die Presse.com - Gewaltwelle gegen Homosexuelle

Polnische Schwulen und Lesben machen für Übergriffe auch einige Politiker verantwortlich. Die Homosexuellen in Polen klagen über eine neue Welle gewaltsamer Übergriffe, Bedrohungen und Erpressungen: Die sorgengeplagte Homo-Gemeinde kann sich sogar nicht mehr in einschlägigen Szene-Kneipen und Diskotheken der Großstädte sicher fühlen, lautet der Vorwurf. Tatsächlich wurden in den letzten Wochen in mehreren Städten Polens Homo-Clubs von unbekannten Tätern demoliert. Deren Gäste wurden zum Teil wild verprügelt. In der Stadt Kattowitz wurde sogar eine bekannte Lesben-Aktivistin mit einer Schrotflinte beschossen. Die heimischen Homosexuellen-Organisationen klagen nun nicht nur über - offenbar bewusst - nachlässige Ermittlungen durch die Polizei. Sondern sie werfen den Rechtsparteien auch gezielte homophobe Stimmungsmache gegen Homosexuelle vor. (...) Doch eben seit Juni sehen sich Polens Schwule und Lesben nicht nur verbal verstärkten Angriffen rechtsextremer Organisationen - wie etwa der "Allpolnischen Jugend" oder radikal-nationalistischer, gewalttätiger Fußball-Hooligans - ausgesetzt.

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