Montag, Juli 11, 2005
mz-web.de: Anklage gegen Empfänger von rechtsextremer Musik-CD
Einer der mutmaßlichen Drahtzieher des rechtsextremistischen "Projekts Schulhof" muss sich demnächst vor Gericht verantworten. Das Landgericht Stendal bestätigte, dass gegen einen 31-jährigen Mann aus Kuhlhausen in der Altmark Anklage erhoben worden ist. Er soll die schwer jugendgefährdende Musik-CD in großem Stile "vorrätig gehalten" haben. Nachgewiesen werden kann die Lieferung von 50000 Exemplaren der CD im vergangenen Sommer. Rechtsextremisten in ganz Deutschland wollten die CD mit dem Titel "Anpassung ist Feigheit" im Sommer 2004 gratis an Schüler verteilen. Inzwischen ist sie verboten worden. (...) Dem angeklagten Mann aus Kuhlhausen in der Altmark wird zur Last gelegt, die unterdessen verbotene CD mit schwer jugendgefährdendem Inhalt in großem Stile "vorrätig gehalten" zu haben. Den Ermittlungen der Sicherheitsbehörden zufolge soll Lutz W. den Erhalt von etwa 50 000 Tonträgern des rechtsextremistischen "Projekts Schulhof" im vergangenen Sommer einem deutschen Spediteur quittiert haben. Trotz einer Ende Juli 2004 umgehend veranlassten Razzia konnten die Tonträger jedoch nicht sichergestellt werden, sie sind bis heute nicht gefunden worden. Als sicher gilt inzwischen aber, dass die CD-Rohlinge bei einer Firma in Tschechien gepresst worden sind.
siehe auch: Anklage wegen rechtsextremistischer "Schulhof"-CD, Nazi-CDs auf dem Schulhof. Anklage wegen rechtsextremistischer "Schulhof"-CD in Deutschland - 50.000 Tonträger sollten offenbar kostenlos an Schüler verteilt werden, Anklage gegen Drahtzieher des "Projekts Schulhof". Ein Jahr nach dem massiven Versuch von Rechtsextremisten, 50.000 Musik-CDs mit brauner Propaganda an Schüler zu verteilen, gibt es die erste Anklage. In Stendal muss sich der Neonazi Lutz W., 31, aus dem Dorf Kuhlhausen verantworten, Nazi-CDs – Prozess im Herbst. „Projekt Schulhof“ hat gerichtliches Nachspiel/ Anklage gegen 31-J ährigen aus dem Kreis Stendal
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