Donnerstag, Juli 07, 2005

NRZ: Brauner Neo-Nazi-Umzug durch türkische Wohnviertel geplant

Am 30. Juli in Hamborn - Thema: "Kein Bock auf Moschee" - Polizei fürchtet unkalkulierbare Reaktionen auf Provokationen Zum dritten Mal innerhalb von Monaten wird Duisburg zum Ziel eines Aufmarsches rechtsextremer Neonazis: So haben sich für Samstag, 30. Juli, zwischen 13 und 20 Uhr, wieder 300 Neonazis aus ganz NRW in Hamborn und Marxloh angekündigt. Dieses Mal richtet sich der sorgsam gepflegte braune Zorn gegen die von der DITIB-Merkez Moscheegemeinde im Bau befindliche Moschee in Marxloh, samt Begegnungsstätte. "Kein Bock auf Moschee", so der feinsinnige Slogan. Bei den beiden zurückliegenden Aufmärschen beklagten die Neonazis noch vermeintliche Polizeiwillkür gegen sie selbst. Jetzt haben sich die meist jugendlichen Braunen ein neues Thema ausgesucht; stets in der Hoffnung, auch Widerhall in der Bevölkerung zu finden. Doch das Einzige, was aus Duisburg bislang widerhallte, das waren jeweils gut besuchte Gegendemonstrationen von mehreren Tausend Menschen, die sich auch dieses Mal zum 30. Juli angekündigt haben. Abgehakt, weil in einem sogenannten polizeilichen "Koordinierungsgespräch" verworfen, ist der Wunsch des bei der Polizei bereits bestens bekannten Axel Reitz, Neo-Nazi, brauner Demo-Veranstalter und Führungsaktivist des sogenannten "Kampfbundes deutscher Sozialisten" (KDS), der ursprünglich mit seinen braunen Freunden am 16. Juli, inmitten der international besuchten und beachteten World Games aufmarschieren wollte.

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